Expressionisten
aus der Sammlung
Dr. Alfred Gunzenhauser Chemnitz

Vor hundert Jahren wurden sie als Dilettanten beschimpft und ihre Bilder in Ausstellungen bespuckt. Heute gelten sie als die Begründer der Moderne und ihre Bilder als Meisterwerke: die Expressionisten. Mit dem Blauen Reiter in München und der Brücke in Dresden formierten sich vor dem 1. Weltkrieg zwei expressionistische Künstlervereinigungen, die mit ihrer bewusst vereinfachenden Malweise den bis dahin herrschenden Bildbegriff umstürzten, unser Kunstverständnis bis heute nachhaltig veränderten und damit nicht nur einen spezifischen deutschen Beitrag zur Moderne leisteten, sondern auch die rasante Entwicklung der modernen Kunst nach dem 1. Weltkrieg initiierten.
In der Ausstellung Expressionisten präsentiert das Kunstmuseum Heidenheim bisher selten gezeigte Werke der Münchener Künstler Alexej von Jawlensky und Gabriele Münter sowie der Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff. Zusammen mit Bildern von Paula Modersohn-Becker und Lovis Corinth, die mit ihrer Malerei die Grundlagen für den deutschen Expressionismus legten, umfasst die Ausstellung über 70 Ölbilder, Zeichnungen und Graphiken.
Sämtliche Werke stammen aus dem Museum Gunzenhauser Chemnitz, das erstmals Teile seiner Sammlung außerhalb von Chemnitz zeigt. Anlass für diese spektakuläre Ausleihe war der Wunsch des Museumsstifters Dr. Alfred Gunzenhauser, Teile seiner Sammlung in seiner Geburtsstadt Heidenheim zu präsentieren. Parallel zur Ausstellung der Expressionisten werden in zwei neu geschaffenen Räumen erstmals jene 34 Werke dauerhaft zu sehen sein, die Dr. Gunzenhauser dem Kunstmuseum Heidenheim im Jahr 2009 stiftete. Neben einigen Bildern mit lokalem Bezug umfasst die Schenkung Gunzenhauser repräsentative Werke von Horst Antes, Willi Baumeister, Otto Dix, Paul Klee u. a.